EICMA – HONDA CB125R/CB300R/CB1000R

Volle Packung Honda CB. Ob für den Einsteiger, Wiedereinsteiger oder erfahrenen Zweiradfahrer. Mit der Modelloffensive für das nächste Geschäftsjahr stellt Honda auf der EICMA in Mailand Naked Bikes im Neo-Sports-Cafe-Design vor.

CB125R

Die CB 125R ist die Eintrittskarte für eine Karriere auf zwei Rädern. Der SOHC-Einzylinder-Viertaktmotor mit Zweiventiltechnik bietet mit seinen 6 Gängen und 13,3 PS bei 10.000/min ausreichend Leistung, um in der City und auch auf der Stadtautobahn gut mithalten zu können. Die PGM-FI-elektronische Benzineinspritzung sorgt über den gesamten Drehzahlbereich für knackige Gasannahme. In Kombination mit einem kompakten Radstand von 1.345 mm manövriert man die City-Rakete im Wendekreis von 2,3 Metern von der einen auf die andere Seite. Auch die weiteren technischen Details versprechen in der 125-Klasse zeitgemäße Ausstattung für 2018: 41 mm USD-Gabel, 4-Kolben-Radialbremssattel mit schwimmend gelagerten Bremsscheiben, verstellbares Monoshock-Federbein, konifizierter Alu-Lenker und LED-Lichttechnik in Serie. Mit dieser Honda müssen die 125er nicht mehr hinter Fahrzeugen mit mehr Kubik abtauchen. Im Gegenteil. Das Rundum-sorglos-Paket verleiht der Klasse neue Präsenz in den europäischen Metropolen und hilft, die Einsteiger-Modelle salonfähig und auch attraktiver für erfahrene Motorradfahrer zu machen.

 

CB300R

Mit einem 286-ccm-DOHC-Einzylinder-Viertaktmotor ist die CB300R das richtige Gefährt für Wiedereinsteiger. Oder die ideale Maschine für Pendler, die auf ihrer täglichen Route in die Stadt oder zur nächsten Bahnstation ein Plus an Leistung sehr gut verwerten können, ohne dabei aber hinsichtlich Gewicht und Betriebskosten Abstriche machen zu müssen. Mit einem Gesamtgewicht von nur 143 kg im vollgetankten Zustand und einem unwesentlich größeren Radstand (1.352 mm) im Vergleich zur kleinen Schwester, punktet die Maschine mit echter Fahrdynamik.

Die Serienausstattung unterscheidet sich hinsichtlich Fahrwerk und elektronischer Komponenten (LED-Licht, LCD-Display, IMU-basiertes ABS-System) nicht von der CB125R. Den großen Unterschied markiert die Leistung. Der flüssigkeitsgekühlte Vierventiler ist mit 32 PS bei 8.500/min eine veritable Kraftquelle, der baugleich mit der erprobten CBR300R ist und somit ähnliche Werte hinsichtlich Laufkultur und Zuverlässigkeit erwarten lässt.

Für den Einsatz im Alltag ist eine Reduzierung der Wartungskosten natürlich interessant – ein wichtiger Faktor für Einsteiger und kostenbewusste Nutzer. Also wurde der Motor gezielt mit einer möglichst geringen Anzahl beweglicher Bauteile konstruiert. Details wie reibungsarme Kolbenringe, ein Hochleistungskühler sowie eine Iridium-Zündkerze, erhöhen die Kraftstoffeffizienz und schonen den Geldbeutel.

CB1000R

Die Königsdisziplin des japanischen Herstellers – ein Vierzylinder-Reihenmotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen. Vor gut 40 Jahren stellt Honda die legendäre und alles verändernde CB 750 Four vor. Heute ist dieses Motoren-Layout so selbstverständlich wie ein E-Starter, Scheibenbremsen oder Mapping mit Wahl verschiedener Fahrmodi. Die moderne Interpretation der CB-Reihe verfügt über all diese Komponenten und überzeugt durch Adaption eines Cafe-Racer-inspirierten, minimalsitischen Stylings. Ein sportliches Naked-Bike auf der Höhe der Zeit.

Das Motorrad hat sich über die Jahrzehnte mit den Erwartungshaltungen der Käufer stetig verändert. Es ist das Fingerspitzengefühl der Hersteller, das versucht, temporäre Strömungen aufzugreifen und in aktuellen Modelle aufzuarbeiten. Genau hier setzt die CB1000R für 2018 an, entledigt sich entbehrlichen Beiwerks und setzt auf eine Vielzahl an Echtmetall-Oberflächenlösungen. Heute muss ein Motorrad nicht mehr ausschließlich mit Design, oder Hightech-Features überzeugen, sondern liefert im Idealfall das Gesamtpaket aus Fahrspaß und Emotion. Ob der neuen Honda dieser Spagat gelungen ist, werden die Verkaufszahlen im neuen Jahr zeigen. Die Japaner haben dennoch alles daran gelegt, den hohen Anforderungen gerecht zu werden.

Die Motorperformance gibt mit 145 PS die Richtung vor. Mit Assist/Slipper-Kupplung beschleunigt die CB1000R in den ersten drei Gängen bis 130 km/h knackiger als eine CBR1000RR. Es muss aber nicht immer so sportlich sein. Die vorkonfigurierten Programme decken unterschiedliche Ansprüche und Bedingungen praxisgerecht ab. Dabei hat der Fahrer die Wahl an drei elektronischen Stellschrauben zu drehen: Leistung (Power/P), Motorbremse (Engine Brake/EB) und Traktionskontrolle (Honda Selectable Torque Control/HSTC). Aber auch das Chassis weist, anders als bei der Ur-CB 750, die richtigen Parameter auf, um die Kraft in geeignete Bahnen zu lenken. Mit dem Mono-Backbone-Stahlrahmen, einer Showa Upside Down Big Piston-Vorderradgabel sowie einer Hinterradaufhängung mit Showa Monoshock-Federbein, radial montierten Bremszangen und 190er Hinterradreifen, gelingt der radikale Auftritt und stabiles Fahren gleichermaßen.

Optisch versucht die Honda das verbaute Plastik möglichst unauffällig wirken zu lassen. Das größte Teil aus Kunststoff ist das Vorderradschutzblech (im Zubehörprogramm kann dieser aus Aluminium ersetzt werden). Die kompakte Silhouette offenbart bei näherem Hinsehen viele Details, die gezielt auf den Nimbus bewährter Cafe-Racer-Tradition setzen. So sind brüniertes Aluminium an Kühlerabdeckungen und Airbox-Cover, Gussaluminium am Motorgehäuse, Zylinderkopf und Kettenradträger, eindeutiges Statement für hochwertigere Bauteile.

Der sorgfältig abgestimmte Inline-Four bietet mit seinem moderaten Gesamtgewicht von 212 kg im vollgetankten Zustand Fahrspaß und Alltagstauglichkeit zugleich.

Text: Henry Kerinnes
Bilder: Honda

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