Custombikes
June 1, 2016

56 Motorcycles – Suzuki DR-Z 400 E

Tom wurde in eine Motorradverrückte Familie hineingeboren. Der Vater, sowie seine Onkel, sind durch die Bank Rallye- Trail- und Enduro-Piloten. Seine erste Maschine bekommt er im Alter von drei Jahren und beginnt recht schnell, an Motocross-Turnieren teilzunehmen. Verwandtschaft und Outdoor-Racing legen somit die Grundsteine für die 2011 gegründete 56Motorcycles-Werkstatt, die heute einen Katzensprung weit von der Seine entfernt liegt. Die ersten Gehversuche mit Monkey-Bikes startete Tom noch in der Küche seiner Wohnung im vierten Stock – ohne Aufzug. Als das Geschäft so langsam ins Rollen kam und die Bestellungen immer mehr wurden, mietete er sich in einen Lagerraum auf einem Parkplatz in der Nähe seiner Wohnung ein. In dem Schuppen ohne Strom hatte er zwar mehr Platz, um auch größere Kaliber zu bauen, allerdings konnte Tom nur so lange an Maschinen schrauben, wie Tageslicht zur Verfügung stand. Ein unhaltbarer Zustand für eine aufstrebende Garage. Das erkannten auch Freunde von Tom, die zu der Zeit einen Shop eröffneten und ihm einen freien Raum des Ladens anboten. Dort traf er vor anderthalb Jahren auf Jonas, ehemaliger Presseattaché-Assistent bei Paris Saint-Germain, der im Shop rumlungerte und Tom alsbald zur Hand ging. Vier Arme sind eben besser als zwei. Nach einigen Monaten, kurz vor Jonas' vierteljähriger Australien-Auszeit, beschlossen die beiden, nach seiner Rückkehr eine eigene Garage anzumieten und offiziell zusammen zu arbeiten.

And here they are now, letzte Ausfahrt Rue Molière im beschaulichen Ivry-sur-Seine, wo 56 Motorcycles seit 2015 zu Hause sind und Jonas (rechts) sich um das Management und den Papierkram kümmert, während Tom vornehmlich an Offroad-Moppeds herumbastelt.

Dieses Jahr auf dem Bike Shed präsentierten sie ihre Dirt-Tracker/Supermoto-Kreuzung, die für einiges Aufsehen und positive Resonanzen sorgte. Als Basis diente eine Suzuki DR-Z 400 E. Für den Vintage-Look wurde der Tank durch einen Honda CG125er ersetzt. Auf dem gekürzten Heck sitzt man nun auf schwarzem Wildleder, made by Tom. Die invertierte Gabel einer Suzuki RM 250, von Bud Racing vorbereitet, sorgt zusätzlich für das aggressive Auftreten. An der Leistungsfront werkelt ein Athena Big Bore 434-Kit-Upgrade und hält ein paar Extra-PS bereit, die Hot Cams-Nockenwelle, Yoshimura CDI-Einheit und ein Keihin FCR 39-Vergaser. Der Custom-Auspuff macht den originalen obsolet und folgt der Rahmenlinie. Ebenso überflüssig das Frontlicht, an der Stelle jetzt ein handgefertigtes, fettes Nummernschild mit gravierter 56 prangt. Die 17'' Excel-Felgen, Dunlop Mutant-Reifen und das Beringer-Bremssystem sorgen für Sicherheit, der breitere Lenker wie Fußrasten von Moose Racing für komfortables Waldbodenumgraben. Und last but not least wurde der Kühler von einem Quad verbaut, der irgendwo in der Werkstatt sein Dasein fristete. So lässt's sich durch Paris fahren! 

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Journal
Info & Credit
Veröffentlicht am: 
June 1, 2016
Autor: 
Oliver Schlegel
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