Custombikes
November 25, 2017

BERZERK – Teil 1

Fortschritt auf Bestellung

BERZERK nimmt weiter Formen an. Nachdem das Kollektiv die XT in seine Einzelteile zerlegt und am Computer die groben Formen festgelegt hatte, steht jetzt die Umsetzung an.

Ein Motorrad außerhalb der Saison aufzubauen, ist der vermeintlich perfekte Zeitpunkt. Dabei vergisst man nur allzu schnell die Nachteile: In der Kälte friert zuerst das Ginger Beer, danach die Finger und dann der restliche Körper. Auch das ständige Rumrobben auf dem Boden ist bei Temperaturen im tiefen einstelligen Bereich nicht gerade Bikers Paradise. Aber ihr Wille und archaischer Skatepunk lässt sie immer weiter machen. Auch Rückschläge wie falsch adressierte Pakete verzögern das Projekt, können ihre Zuversicht aber nicht bremsen. Die Jungs haben ein gemeinsames Ziel: Bis zum Frühjahr steht da eine XT vor der Garagentür, die nur noch in den Papieren auf ihre originären Wurzeln hinweist.

Vor diesem Hochgefühl steht aber noch der Winter und ganz konkrete Maßnahmen. Johannes ist der einzige Nichtautodidakt im Team und guckt sich in seiner Oltener Werkstatt in der Schweiz den Motor genau an. Nach kurzer Zeit steht fest, dass keine irreparablen Schäden vorhanden sind. Dann kann mit der Säuberung und Revision weitergemacht werden.

In der Zwischenzeit feilt Tobi Doppler von Therapy Bikes am neuen Heckteil. Die Linien von der digitalen Vorlage auf das reale Bike zu übertragen, erfordert einiges an Geduld und Fingerspitzengefühl. Viel Probieren und viel Anpassen. Bis sich Front, Tank und Sitzbank samt Heck zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen, braucht es unzählige Schachteln Zigaretten, aber die Jungs stehen ja nicht alleine in der zugigen Werkstatt.

Highlights sind immer wieder die eintreffenden Pakete mit neuen Teilen. Sie feuern den kreativen Prozess weiter an. Tacho, Blinker und Lenkertaster: Motogadget liefert das volle Programm Minimalismus. Das zweite Paket ist vom Kickstartershop und liefert Auspuffanlage und Sitzbankschaumstoff, der noch angepasst werden muss.

Trotz Kälte und einiger Rückschläge – die neue Ware hat nochmal ordentlich Motivation gebracht.

Gelb, rot und schwarz stehen bei der Anschaffung zur Debatte, sowie etwas über 4.000 Euro. Nicht wenig Geld für den kleinmotorigen Flitzer, aber ausgerüstet mit Taucherbrille und Badehandtuch ist man damit der King an jedem Badeteich.

Journal
Info & Credit
Veröffentlicht am: 
November 25, 2017
Autor: 
Henry Kerinnes
Fotos: 
Markus Ruf
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