Kunst & Kultur
November 26, 2015

CRAFTRAD im PS.SPEICHER in Einbeck

Wir haben die Eröffnung der Sonderausstellung Tempo, Helden, Leidenschaft  – Abenteuer Rennsport Mitte November 2015 zum Anlass genommen, den PS.SPEICHER in Einbeck zu besuchen. Ein Großteil stammt aus der Sammlung von Karl-Heinz Rehkopf, der mit mehr als 1000 Exponaten die größte Motorrad-Sammlung Deutschlands besaß. Die zur Stiftung gemachte Sammlung wurde 2014 in einem ehemaligen Kornspeicher der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Schon der Einstieg in die Dauerausstellung ist interessant: Ein als Wohnzimmer ausgebauter Lastenaufzug transportiert die Besucher zum chronologisch aufgebauten Ausstellungs-Start und führt auf dem Weg nach oben via Videowand in das Konzept des Hauses ein. Jedes Stockwerk steht für eine Epoche im Motorradbau, die von wenigen ausgewählten Automobilen der Zeit ergänzt und generell sehr anschaulich illustriert ist.  Zusätzliche Highlights bilden interaktiven Gimmicks, wie der Fahrsimulator, der durch das Hannover der 20er-Jahre führt, oder die Karaoke-Disco zur Einstimmung in die 70er-Jahre.

Zu sehen gibt es eine Menge schönes Blech. Teils überragend restauriert, teils in unberührtem Original-Zustand, mal als Artefakt, mal fahrbereit. Dabei schwingt sich die präsentierte Auswahl von gut 300 (!) Motorrädern von einem Highlight zum Nächsten. Wie selbstverständlich reiht sich dabei gewöhnliches an rares, wobei der Schwerpunkt auf deutschen Fabrikaten liegt.

Zwei Sonderausstellungen sind ebenfalls zu besichtigen. Die eine umfasst das Who-is-Who der Kleinstwagen, einer automobilen Zwerg-Gattung von längst in Vergessenheit geratenen Marken und Typen der Nachkriegszeit, die aber in Sammlerkreisen teils größtes Ansehen genießen.

Die Andere ist die neueste Errungenschaft des PS.SPEICHERs und befasst sich mit dem Thema Rennsport. Auch hier hat man sich keinesfalls lumpen lassen und mit 40 Exponaten einen Kanon der letzten 100 Jahre zusammengestellt. Auch hier liegt der Fokus auf deutschen Modellen. Herausragend, der Mercedes SSK von 1928, auf welchem Rudolf Carraciola seinen Durchbruch als Rennfahrer beim Großen Preis von Deutschland 1928 am Nürburgring feiern durfte. Und natürlich der AWO-Union, der in den frühen 50er-Jahren für Stalins Sohn aufgebaut wurde und den letzten Spross der legendären Silberpfeil-Ära markiert.

Abgerundet wird der Speicher von einer angeschlossenen Gastronomie („Genusswerkstatt“) in zeitgemäßem Outfit und einem großzügigen Hotel mit Kapazitäten für Tagungen und Familien-Events.

Gelb, rot und schwarz stehen bei der Anschaffung zur Debatte, sowie etwas über 4.000 Euro. Nicht wenig Geld für den kleinmotorigen Flitzer, aber ausgerüstet mit Taucherbrille und Badehandtuch ist man damit der King an jedem Badeteich.

Journal
Info & Credit
Veröffentlicht am: 
November 26, 2015
Autor: 
Redaktion
Fotos: 
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