Custombikes
July 2, 2018

Danmoto – Carbon-bon

Harley Davidson Sportster

Carbon-bon

Danmoto aus den USA bauen Hochleistungsbauteile für Motorräder. Dabei sind sie vor allem auf Auspuffsysteme spezialisiert. Nun zeigen sie mit ihrem ersten Custom, was noch so in ihnen steckt.

Über einen Zeitraum von vier Monaten haben sie ein komplettes Custom rund um den Motor einer 2006er Harley Davidson Sportster gebaut und damit ihr ganzes Know-how zur Schau gestellt. Firmeninhaber Wei Liya beschreibt die Bestrebungen so: 

„Wir wollten zeigen, dass wir weit mehr können als nur High-performance Auspuffsysteme zu bauen”

Und genau das haben sie. Den Rahmen fertigen sie aus mehreren Aluminiumrohren mit integriertem Öltank im oberen Teil, wobei sie den Motor als tragendes Element ihrer eigenen Konstruktion verwenden. So entsteht nicht nur viel Bodenfreiheit, sondern eine ungewohnte Optik für einen Harley Motor, die gerade auch durch den nun freischwebenden vorderen Teil des V-Twins entsteht.

Auch die Schwinge bauen sie selbst und wählen abermals Aluminiumrohre für eine möglichst leichte Konstruktion. Leichtbau scheint generell der Ansatz für ihren Umbau zu sein, denn auch Carbon kommt großflächig zum Einsatz. So entsteht vom Tank, über die Sitzbank bis zu den Fendern alles aus dem leichten Kohlenstoff in Handarbeit.

Für die vordere Radaufnahme wählen sie Federbeine einer GSX-R 1000, die sie mit eigens angefertigten Gabelbrücken zusammenhalten, am Hinterrad arbeitet die Federung einer Ducati Monster. Den Motor lassen sie weitestgehend unberührt. Dennoch installieren sie neue Vergaser von Mikuni, die sie mit speziell angefertigten Ansaugtrichtern versehen.

Jetzt geht es weiter ans Auspuffsystem. Hier sind sie voll in ihrem Element. Highwayman nennt sich die 2-in-1-Konstruktion, die sich von der einen auf die andere Seite des Bikes schlängelt und dort in einem kurzen, dicken Endtopf ihren aggressiven Abschluss findet.

Aggressiv ist auch die Heckpartie ihres Übersportlers. Dabei fühlt man sich irgendwie an das charakteristische Ende einer Hayabusa erinnert, wenngleich der Rest viel nackter und gerade im vorderen Teil völlig unverkleidet daherkommt. Hier erinnert nämlich fast nichts mehr an amerikanische Highway-Cruiser. Hauseigene Clip-ons und ein minimalistischer Frontscheinwerfer geben die neue Richtung vor und polen das Mantra des Sportster auf Highspeed.   

Zum Schluss folgt eine zweifarbige Lackierung. Rot und Schwarz könnten besser kaum passen und ergänzen die charakteristische Optik des Carbon zu einer fast furchteinflößenden Gesamterscheinung. So krass kann also eine Sportster aussehen! Not bad!

Journal
Info & Credit
Veröffentlicht am: 
July 2, 2018
Autor: 
Moritz Weinstock
Fotos: 
Danmoto
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