Custombikes
May 30, 2018

Diamond Atelier – What DA#11?

Ducati Scrambler 800

DA#11

Ein gerader Lenker und eine vergleichsweise aufrechte Sitzposition sind nicht unbedingt die Eigenschaften, die man mit den Customs von Diamond Atelier verbindet. Vielmehr sind es steil hochgezogene Hecks, aggressiv gesetzte Clip-Ons und ganz besonders: BMW-Zweiventiler.

Dass die Münchner auch anders können, stellen sie mit ihrem aktuellsten Umbau, einer Ducati Scrambler 800, unter Beweis. Was ab Werk bereits zu schnellen Kurvenfahrten einlädt ist nun noch flinker. Aus angemessener Bodenfreiheit wurde eine hochgewachsene Gazelle, was vor allem an der neu verbauten Schwinge einer Ducati Monster 1100 Evo samt eigens angefertigter Dämpfung von Wilbers, liegt. Und auch das Vorderrad wird nicht mehr von den original Standbeinen in Zaum gehalten. Hier arbeiten jetzt die Federelemente einer Multistrada, die mit neuen Gabelbrücken zusammengehalten werden. Die Sitzbank und den hinteren Teil des Rahmens haben sie nicht nur gekürzt, sondern auf ein absolutes Minimum zurechtgestutzt. Der Sozius ist spätestens hier Geschichte. Dafür ist für den Fahrer jetzt erhöhtes Spaßpotential angesagt.

Bei all den Veränderungen rund um das Fahrwerk, haben die alten Komponenten wie Bremsanlage, Reifen und Felgen ausgedient. Sie bleiben aber Ducati treu und wählen das Vorderrad einer Panigale und das Hinterrad der Evo, die sie mit Reifen von Metzeler beziehen. Ausgerüstet mit neuen, maßgeschneiderten Bremsleitungen von ABM, einer Tokico Bremszange vorne und der Brembo-Hinterradbremse einer Ducati Monster, sorgen sie für den nötigen Biss auf 320 mm großen Bremsscheiben. Speaking about Power: den 800 ccm starken L-Twin lassen sie unangetastet, dafür spendieren sie der Maschine eine neue Auspuffanlage von SC-Project, die nun für ordentlichen Sound sorgt.

Nun sind die wichtigsten Umbauschritte getan, doch bei der Optik ist noch Luft nach oben. Nach intensiver Beschäftigung mit historischen Langstreckenmaschinen des italienischen Unternehmens, stoßen sie auf den eigenwillig geformten NCR-Tank. Schnell entscheiden sie: der muss es sein! Obwohl ungewiss ist, wie und ob er überhaupt mit dem Grundgerüst ihrer neuen Maschine zusammenpasst, schlagen sie zu. Marvin Diehl von KRT nimmt sich der Aufgabe an und schafft nach stundenlangen Anpassungsarbeiten die Verschmelzung zwischen alt und neu. Nun sitzt der Tank wie eine zweite Haut und nachdem auch die italienische Tricolore aufgetragen ist, fehlt nicht mehr viel bis zum fertigen Scrambler. Lediglich die Elektronik muss noch optimiert werden, denn ein so schnittiger Custom kann nicht mit Standardbeleuchtung scrambeln, oder große Armaturen im Cockpit aufweisen. Genau deshalb verbauen sie winzige Blinker von Kellermann, einen minimalistischen Tacho von motogadget, sowie neue Scheinwerfer.

Zu guter letzt verpassen sie dem Vorderrad einen hochgelegten, handgerollten Kotflügel, der neben dem Tank für ein weiteres farbliches Highlight der ansonsten komplett schwarz gehaltenen Maschine sorgt. Mit dem Custom Nummernschild ist auch für die Straßenzulassung gesorgt; jetzt nur noch Zündschlüssel umdrehen und ab geht’s!

Journal
Info & Credit
Veröffentlicht am: 
May 30, 2018
Autor: 
Moritz Weinstock
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