Motorrad
October 1, 2018

Indian Motorcycle – Lass die Hüllen fallen

Präsentation der FTR 1200 & FTR 1200 S

Indian FTR 1200 & FTR 1200 S

Flat Tracker scheinen die neuen Scrambler zu sein. Zumindest bei den Herstellern (siehe auch Husqvarna Svartpilen 701) folgt man nun den unzähligen Beispielen aus der Custom-Szene und entwickelt vermehrt sportliche Maschinen, die den Rundkurs-Rennbikes nahekommen. Und zweifelsohne sind auch wir dieser Richtung seit Jahren verfallen.

Nun ist es Indian, die mit neuen Serienmodellen in diese Sparte schlagen. Nach erfolgreichen Jahren mit der 2016 vorgestellten Rennmaschine FTR 750 in der Amerikanischen Flat Track Meisterschaft, verkündete Indian auf dem diesjährigen Wheels&Waves am Strand von Biarritz, dass eine Straßenversion der FTR 1200 Custom, die bereits zuvor auf der Eicma präsentiert wurde, folgen soll.

FTR 1200 S

Aus den heiß ersehnten Träumen der Fans ist heute Wirklichkeit geworden. Nicht ganz so sportlich wie die Custom, dennoch mit einer klaren Anlehnung an die Rennserie, bildet die FTR 1200 nun ein neues Standbein in der Produktpalette von Indian.

Der rote Trellis Rahmen und die geschwungenen Krümmer erinnern zwar ein bisschen an die Ducati Monster und auch die Endtöpfe sind für unseren Geschmack etwas groß geraten, dennoch begeistert die FTR 1200 durch ihr sehr sportliches Aussehen. Mag es am schicken Heck liegen, an den neu entwickelten flat-tracker-haften Dunlop Reifen, der Upside-Down-Gabel, der charakteristischen Lampenmaske, die wir bereits vom Custom kennen, oder der bloßen Tatsache, dass Indian nun eine Spaßgranate mit Straßenzulassung auf den Markt bringt. Wir können noch nicht genau sagen, was uns am besten gefällt.

Was wir aber sagen können ist, dass es zwei Versionen von ihr geben wird, wobei beide mit einem neu entwickelten 120 PS starken, wassergekühlten V-Twin angetrieben werden, der seine Leistung aus 1203 ccm schöpft. Über dem Motor befindet sich wie bei der Rennmaschine FTR 750 der Luftfilterkasten, um maximalen Lufteinlass und größtmögliche Leistung zu gewährleisten. Den Tank haben die Ingenieure unter die Sitzbank gelegt, um den Schwerpunkt möglichst tief zu halten. Apropos schwer: das Trockengewicht liegt bei 221 Kg für die FTR 1200 und bei 222 Kg für die S-Version.

FTR 1200

Der Hauptunterschied der beiden Versionen FTR 1200 und FTR 1200S liegt neben verschiedenen Farbvarianten vor allem in technischen Feinheiten. So verfügt die S-Version im Cockpit über ein groß angelegtes LCD-Touchscreen-Display, während die normale Ausführung mit einem schlichten Drehzahlmesser mit integrierter Digitalanzeige auskommt. Zudem verfügt die FTR 1200S über voll einstellbaren Federelemente, sowie Assistenzsysteme wie Wheelie-Control und Seitenneigungsstabilisierung. Außerdem gibt es bei ihr drei einstellbare Fahrmodi (Sport, Standard, Regen), die für noch mehr Fahrspaß und Sicherheit sorgen sollen.

Noch sind die vorgestellten Modelle für den Nordamerikanischen Markt konzipiert. Leichte Änderungen behält sich Indian für internationale Ausführungen vor. Es bleibt also noch Hoffnung, dass an den Endtöpfen nachjustiert wird.

Journal
Info & Credit
Veröffentlicht am: 
October 1, 2018
Autor: 
Moritz Weinstock
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