Motorrad
October 10, 2018

INTERMOT 2018

Die INTERMOT in Köln zählt nach der italienischen EICMA zur wichtigsten und größten Motorradmesse in Europa. Alle zwei Jahre wird das Messegelände der Millionenstadt am Rhein zum Fach-und Publikumsmagneten für Interessierte der Zweiradbranche. Die großen Hersteller präsentieren sich mit pompösen Ständen, auf denen sie in der Vergangenheit viele Neuheiten in bestem Scheinwerferlicht in Szene setzten. Eingerahmt von Ausstellungsflächen der Zuliefer- und Zubehörbranche, Stuntshows, Sprintrennen und jeder Menge sonstigem Rahmenprogramm ist die INTERMOT eine hallenübergreifende Reizüberflutung als letzte große Motorraddosis vor der Winterpause – und vor dem italienischen Gegenstück dazu.

Nun war es in diesem Jahr wieder soweit, sechs lange Tage - inklusive Pressetag - standen die Tore der Messestadt all jenen offen, deren Herz für zwei Räder schlägt. 220.000 Besucher aus nahezu 100 Ländern konnte die Messe registrieren. Besonders erfreulich: der Zuwachs an jungen Motorradfans bis 21 Jahren um 50 Prozent. Positive Aussichten für die Branche, möchte man meinen, allerdings beschleicht einen auch das Gefühl, dass immer weniger Neuheiten in Köln präsentiert werden.

Indian ging mit der Weltpremiere der FTR 1200 zwar einen mutigen, neuen Weg, hatte man doch bisher stets die Heimat für Neuvorstellungen gewählt. Dennoch war es abgesehen davon nur Suzuki, die mit der neu vorgestellten Katana für eine weitere echte Neuerscheinung sorgten. Triumph frischte seine Street Twins auf, Ducati tat das gleiche bei ihrer Scrambler-Reihe, bei Kawasaki begeisterten neue 125er die jungen Wilden und Moto Guzzi’s V85 TT Adventure Bike sieht auch in Wirklichkeit gut aus. Nichts Neues, alles vorher schon bekannt und wenig, was wirklich vom Hocker haut. Wir hätte mehr erwartet, vor allem auch von Harley Davidson, die leider keines der neuen Modelle für 2019 vor Ort hatten. Man scheint sich auf Italien zu konzentrieren, auch bei den anderen Marken. BMW, KTM, Honda – nichts wirklich Neues, abgesehen von der R 1250 GS, die BMW nach dem Presselaunch nun auch den Fans vor Augen führte. Fast spannender aber: gerade kleinere Hersteller und viele Elektroanbieter präsentieren sich zunehmend selbstbewusst und selbstverständlich im Reich der großen Player. Eine erfrischende Abwechslung und gerade in Bezug auf die Elektromobilität ein deutliches Zeichen für die zunehmende Bedeutung dieses Sektors in der Zweiradbranche.

Ganz besonders wichtig für uns war natürlich Halle 10.1, die ganz im Sinne des Themas “customized” stand und in der wir selbst mit unserem Concept Store vertreten waren. Ein umgebauter Container von NPJ Designs wurde zu unserem Wohnzimmer und zur Anlaufstelle für Kaffee, Limo, Bier und interessante Gespräche. Mit dabei waren unsere Partner, die dem Stand mit ihren Produkten den letzten Feinschliff verpassten. Ein großer Dank nochmal an dieser Stelle für die tolle Zusammenarbeit:

Hedon WorkshopBlack Arrow Label A-XOC TechnologyBlundstoneKytoneMalle LondonCrave For RideMotto WearNoodles Noodles & Noodles Corp.

Und auch sonst konnte die Halle mit Umbauten aller Art, einem Stand der Sultans of Sprint und der AMD World Championship of Custom Bike Building, die alle zwei Jahre in Köln Station macht und mit 107 angemeldeten Bikes eine neue Rekordbeteiligung vermelden konnte, begeistern. Wir haben uns jedenfalls sauwohl gefühlt und freuen uns schon auf’s nächste Mal.

Journal
Info & Credit
Veröffentlicht am: 
October 10, 2018
Autor: 
Moritz Weinstock
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