Custombikes
March 21, 2018

Kaspeed Custom Motorcycles – Honda CB 500 Custom

Cafe Racer aus Sachsen

Silber & Gold

Kaspeed Moto ist ein Familienprojekt, wie es im Buche steht. Ein motorradverrückter Vater hat zwei Söhne, die als Zwillinge nicht nur gleich aussehen, sondern auch beide die Leidenschaft für motorisierte Zweiräder erben. Mit 18 Jahren machen Mick und Jimmy den Motorradführerschein und entflammen damit auch bei ihrem Vater Karsten die Faszination fürs Motorrad neu. Der gelernte Designer und Allrounder in Sachen Mechanik und Technik führt die Truppe an. Sohn Jimmy lernt das Lackieren von Fahrzeugen und hängt ein Ingenieurstudium in Fahrzeugtechnik an. Mick folgt seinem Vater und arbeitet zunächst als technischer Modelleur in der Fahrzeug-Industrie. Bestens ausgebildet, gründen die Drei wenig später Kaspeed Custom Motorcycles und entscheiden sich von nun an Motorräder neu aufzubauen.

Mit solidem Handwerk und einer Vorliebe für hubraumstarke Japaner machen sie sich einen Namen, der bis in die Schweiz zu hören ist. Dort wird ein Banker auf sie Aufmerksam, der seiner alten Honda CB500 Four von 1976 neues Leben einhauchen will. Er liefert ihnen die fahrunfähige Maschine in Einzelteilen, zusammen mit dem Wunsch, einen Cafe Racer zu wollen. Doch bevor sie sich die Hände schmutzig machen, erstellt Mick am Computer erste Entwürfe. Erst danach beginnt die Arbeit.

Das detaillierte Konzept sieht folgendes vor: Stummellenker von Fehling, kürzeres Heck, Sitzbank mit rundem Heckbürzel, gestraffte Seitenlinie, Fußrastenverlegung nach hinten und daraus resultierend: eine sportlichere Haltung. Zudem sollen die Bremsen aufgewertet, die Elektronik verschlankt, die Armaturen überholt, sowie neue Licht- und Blinkerelemente verbaut werden. Die 4-in-1-Auspuffanlage, die der Kunde bereits installiert hat, soll bleiben.

Hands on

In einem ersten Schritt zerlegen sie die Maschine komplett. Zudem lassen sie die vier Keihin-Vergaser per Ultraschallreinigung auf Vordermann bringen und verpassen ihnen neue Düsen. Als Nächstes wird die einfache- durch die Doppelscheibenbremse einer Honda CB 400 N ersetzt. Auch die Telegabel der 400 N findet Verwendung bei ihrem Cafe Racer, sowie die Bremspumpe und der Kupplungshebel einer Fireblade. Den alten Felgen verleihen sie mit schwarzer Pulverbeschichtung und neuen Chromspeichen einen modernen Look.

Am Heck sind dem Familien-Team jedoch etwas die Hände gebunden. Die strengen Regularien des schweizerischen MFK (TÜV) lassen nur wenige Veränderungen am Rahmen zu. Dennoch können sie ihn kürzen, das Rahmendreieck komplett von Elektronik befreien und alles sauber unterhalb der Sitzbank verstauen. Außerdem verlegen sie das Retro-Rücklicht passgenau in den maßgeschneiderte Höcker, wo sich auch die neue Lithium-Ionen-Batterie befindet. Den Tank heben sie zudem am hinteren Ende rund 2,5 cm an. So ergibt sich eine leichte Neigung nach vorne. Damit der Kunde ehrwürdig sitzt, darf eine Sitzpolsterung mit Diamond-Stickerei in braunem Echtleder nicht fehlen. Beim Wiederaufbau verwenden sie außerdem neue Elektronikteile, wie die Lenkerenden-Blinker m.blaze von motogadget und Atto Dark Blinker von Kellermann, sowie einen 6,5 Zoll großen Frontscheinwerfer.

Zu guter letzt: die Lackierung. Auf Wunsch soll möglichst nur ein Farbton das Motorrad zieren, daher setzen nur ein paar kleine Feinheiten in Gold neue Akzente. Der Reihen-Vierzylinder (wie auch der Rahmen) wird in Mattschwarz pulverbeschichtet und erhält an den Seitendeckeln und Ventilkappen goldene Highlights. Tank und Höcker hingegen bekommen einen Anstrich in Silver Tempest – eine Farbmischung aus dem Hause Bentley. Der Konsequenz halber soll schlussendlich auch das Honda-Emblem auf dem Tank in edlem Gold gehalten werden. Gleiches gilt für die Kette und das Kaspeed-Emblem auf der obersten Gabelbrücke. Zum Schluss werden neue Continental Classic Reifen aufgezogen und fertig ist ein Cafe Racer, wie er klassischer kaum sein könnte. Gold und Silber – ein Erfolgsrezept, das eben immer klappt.

Journal
Info & Credit
Veröffentlicht am: 
March 21, 2018
Autor: 
Moritz Weinstock
Fotos: 
Kaspeed Moto
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