Motorrad
February 18, 2018

Leserbike des Monats – Februar

Yamaha SR500 Umbau

Viele Leser kennen unser Format DEIN BIKE bereits aus dem Heft. Wir können nicht genug von euren Umbauten bekommen und haben beschlossen jetzt monatlich das beste Custombike aus euren Reihen zu küren und hier zu veröffentlichen. Falls es euch also unter den Nägeln brennt euer Projekt auf unserer Website zu sehen, schickt eine Nachricht an meinbike@craftrad.de

Das Bike im Februar ist ein Yamaha-Umbau als Geburtstagsgeschenk.

Yamaha schlug 1978 mit der Entwicklung der SR500 einen völlig anderen Weg ein, als die Konkurrenz. Statt sich dem Wettrüsten von Honda und Kawasaki anzuschließen, 6-Zylinder Reihenmotoren zu verbauen, wie beispielsweise bei der Honda CBX, oder die PS-Latte immer höher zu schrauben (Kawa Z1-R mit 90 PS), besann man sich auf altbewährtes zurück. „Back to the roots” war der Leitsatz der Stunde und der neue Einzylinder-Viertakter, dessen Buchstabenkürzel für Single Road steht, die Lösung. So einfach, so gut. Der mächtige Dampfhammer mit 500 ccm kam genau zur richtigen Zeit und bescherte dem Unternehmen aus Iwata neben hohen Absatzzahlen, ein Motorrad für die Ewigkeit. Schnell avancierte die SR500 zum beliebten Kultmotorrad.

So auch bei Peter. Er liebt die SR500 von 1979. Doch um ein adäquates Geburtstagsgeschenk für den Schwiegervater abzugeben, muss auf Cafe Racer umgestellt werden. Also wird die betagte Maschine mit einer Laufleistung von 42.000 Kilometern erstmal komplett zerlegt. Alte Verschleißteile werden gewechselt, die Sitzbank gekürzt und auf Solo getrimmt. Mit neuen, etwas längeren Federbeinen am Hinterrad und einer um 40 Millimeter tiefer montierten Gabel, wird ein steilerer Lenkkopfwinkel erreicht, der das Einlenkverhalten optimieren soll. Die neue Sitzbank, sowie die Griffe an den Clip Ons liefert der Sattler und zusammen mit dem nun mittig angeordnetem, originalen Drehzahlmesser ergibt sich ein stimmige Einheit im Cockpit. Für eine noch besser Cafe-Racer-Optik entscheidet sich Peter auch den Tank zu wechseln. Ein hübsches Bauteil von Benelli speichert jetzt den Kraftstoff. Die originalen Blinker und Rücklichter weichen modernen Elementen, die den minimalistischen Look ergänzen. Neue Kotflügel, neue Bremsbeläge, eine neuer Auspuff sowie ein neue Lackierung sind ebenfalls in den rund 6.000 Euro Umbaukosten enthalten. Sieben Monaten später ist das Projekt vollendet und ein glücklicher Schwiegervater dazugewonnen.

Journal
Info & Credit
Veröffentlicht am: 
February 18, 2018
Autor: 
Moritz Weinstock
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