Gear
March 14, 2018

motogadget – m.ride

m.unit und m.ride

motogadget aus Berlin scheint schon fast zum Branchenstandard unter Customizern geworden zu sein. Viele der heutigen Umbauten werden mit den schicken Blinkern oder der beliebten Steuereinheit m.unit versehen. Warum? weil sie gut gemacht sind und dem umständlichen Elektroniksalat vieler Motorräder ein Ende bereiten, das Hobbybastler und Profis gleichermaßen zufrieden stimmt.

Mit der m.unit blue hat das Berliner Unternehmen vor einigen Jahren eine neue Zentrale für alle elektronischen Abläufe innerhalb des Motorrads geschaffen, die sich mit der eigens entwickelten m.ride-App und verschlüsselter Low Energy Bluetooth-Verbindung zu einer sinnvollen Einheit verknüpft. Jetzt folgt ein großes Update und viele neue Features.

So bietet die Kombination aus m.unit blue und App neben einer Keyless-Go-Option, bei der sich das Motorrad automatisch fahrbereit schaltet, sobald der Fahrer mit seinem Smartphone in der Nähe ist, auch ein ausführliches Logbuch. Hier können alle gefahrenen Strecken chronologisch aufgezeichnet, sowie Wartungsaktivitäten, Statusmeldungen und Alarm-Ereignisse mit Datum und Uhrzeit dokumentiert werden. Anhand des aktuellen Kilometerstands weist die m.unit zusätzlich auch auf Wartungsaufgaben für Reifen, Ketten, Bremsbeläge, Öle, Betriebsstoffe und Zündkerzen hin.

In einer speziellen Statistikübersicht zeigt die App außerdem den Saisonfortschritt an. Enthalten sind dabei die gefahrenen Kilometer, alle angefallenen Kosten, die gesamte Fahrzeit, der Wert für Topspeed, Fun Factor und die weiteste Tour.

Die neue m.ride App steht vorerst nur für Android zur Verfügung, wobei eine Version für Apples iOS bald folgen soll.

 

In einer Stadt, die nicht nur von einer extrem begrenzten Wohnraumsituation, sondern auch horrenden Mietpreisen geprägt ist, gestaltet sich die Suche nach einer geeigneten Bleibe zu einer wahren Odyssee. Nach gut zwei Jahren permanenter Ortswechsel, finden sie im Februar 2017 das richtige Objekt. Das Container Collectiv am Ostbahnhof hält einen alten Schiffscontainer bereit, der noch auf neue Mieter wartet. Hier, inmitten von Künstler-Ateliers Bars und Cafés, scheint endlich die richtige Umgebung für das kreative Schaffen am geliebten Zweirad gefunden. Der Platz in der neuen Werkstatt ist zwar extrem begrenzt und auch der komplette Neuaufbau einer Maschine für einen Kunden fordert ihnen einiges ab, dennoch schaffen es die Jungs ihren ersten Auftrag zufriedenstellend in die Tat umzusetzen.

Custom Passion

Kaum hat die hübsche SR 500 als Scrambler ihren Container verlassen, folgen auch schon die nächsten Projekte. Aktuell ist es eine Yamaha XS 1100, die sie zu einem leistungsstarken und dennoch  komfortablen Cruiser umgebaut haben – englisches Understatement á la Jaguar eben. Da darf eine Lackierung in British Racing Green natürlich nicht fehlen, ebenso Lenkerbänder aus Leder und der Tank einer amerikanischen XS 1100, der für eine schlankere Linie sorgt.

Im dritten Jahr ihres Bestehens hat sich das Kollektiv an die Arbeit mit und für Kunden gewöhnt:

"Es ist interessant und auf eine andere Weise fordernd mit Ideen und der Inspiration des Kunden zu arbeiten und jedem Projekt zudem die eigene Handschrift zu verpassen."

Dabei ist für sie jeder Umbau ein echte Herzensangelegenheit. Mit ihrer Detailversessenheit versuchen sie Unikate zu schaffen, die ihren Kunden ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das mag zwar kitschig klingen, aber wer Wochen und Monate mit einer Maschine auf wenigen Quadratmetern in einem Container verbringt, der entwickelt einfach eine innige Bindung. So verwundert es kaum, dass ihnen so manch ein Abschied nicht ganz leicht fällt ‒ auch wenn das breite Grinsen zufriedener Auftraggeber für alle Mühen entlohnt.

Gelb, rot und schwarz stehen bei der Anschaffung zur Debatte, sowie etwas über 4.000 Euro. Nicht wenig Geld für den kleinmotorigen Flitzer, aber ausgerüstet mit Taucherbrille und Badehandtuch ist man damit der King an jedem Badeteich.

Journal
Info & Credit
Veröffentlicht am: 
March 14, 2018
Autor: 
Moritz Weinstock
Fotos: 
Philipp Wulk
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