Motorrad
November 23, 2017

MOTUL ROOF OF AFRICA 2017 – 50 JAHRE OFFROAD-RALLYE

Maseru, Hauptstadt des Königreichs Lesotho im Süden Afrikas. Hier, auf 1.500 Metern über dem Meeresspiegel, beginnt die Rallye Roof of Africa. Das traditionsreiche Event gilt als eines der spektakulärsten und schwierigsten Offroad-Rennen für Motorräder. Vom 16. – 19. November war es wieder soweit. Schirmherr Motul feierte mit über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und tausenden Motorradfans das 50-jährige Bestehen der legendären Rallye in der südafrikanischen Enklave.

1967 tritt Straßenbauingenieur Bob Phillips vor die Organisatoren des Sports Car Club Johannesburg. Er möchte ein Rennen organisieren, denn die Straße, die er fertiggestellt hat, soll eine der schwierigsten und gefährlichsten überhaupt sein. Der Sports Club ist interessiert; das Roof of Africawird ins Lebens gerufen. Innerhalb kürzester Zeit gewinnt die Veranstaltung an Beliebtheit und zieht neben Fans und Fahrern zahlungskräftige Sponsoren an. Als 1969 Motorräder erlaubt werden, wird das Event in zwei Kategorien unterteilt. Große Automobilhersteller werden auf die Rallye aufmerksam und sehen in einer erfolgreichen Teilnahme hohes Marketingpotenzial. Geld fließt in die Rennställe und erste Rennfahrzeuge nähern sich der Millionen-Maloti-Marke, was ungefähr 100.000 Euro entspricht. Die Popularität des Roof of Africa steigt in den 70er, 80er und 90er Jahren weiter an. So wird aus einer überschaubaren Rallye kostspieliger Massensport, der immer mehr Hersteller und Fahrer aus der ganzen Welt anzieht. Längst findet der Wettkampf nicht mehr nur während dem Rennen statt. Im Jahr 2000 platzt schlussendlich die Blase des Aufrüstens. Für viele Teams übersteigt der Kostenaufwand jeglichen Nutzwert. Als die Veranstalter einschreiten, ziehen sich die Großkonzerne der Vierrad-Branche zurück und überlassen das Feld von nun an den Zweirädern.

Das Interesse reißt nicht ab. Mittlerweile werden Vorentscheidungsrunden abgehalten, um aus den vielen Anmeldungen die Besten Motorcrosser für die Bronze-Klasse herauszufiltern. Silber und Gold sind weitere Klassements und entsprechend ihrer Bedeutung auf dem Treppchen die nächst höheren Wettkampfklassen. Neben harten Duellen zwischen den Lokalmatadoren und der Weltelite ist aber vor allem die Natur der härteste Gegner beim Roof. Unterschiedlichstes Terrain und extrem wechselhaftes Wetter setzt den Teilnehmern zu. Dabei klettern die Athleten mit ihren Cross-Bikes auf bis zu 3.000 Meter Höhe. Sand- und Feldwege, zerklüftete Steinwiesen, verschneite Bergetappen, steile Gebirgspässe und mehrere zu durchquerende Flüsse, fordern den Fahrerinnen und Fahrern alles ab. Temperaturen von bis zu 35 Grad im Schatten erschweren die Rallye zusätzlich.

Und dennoch: seit einem halben Jahrhundert huldigt das kleine Königreich erfolgreich dem Rallyesport.  Wir wünschen herzlichen Glückwunsch zum 50. Roof of Africa und hoffen auf viele weitere Jahre Offroad-Action!

Gelb, rot und schwarz stehen bei der Anschaffung zur Debatte, sowie etwas über 4.000 Euro. Nicht wenig Geld für den kleinmotorigen Flitzer, aber ausgerüstet mit Taucherbrille und Badehandtuch ist man damit der King an jedem Badeteich.

Journal
Info & Credit
Veröffentlicht am: 
November 23, 2017
Autor: 
Moritz Weinstock
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