Custombikes
December 7, 2016

NCT Motorcycles – BMW R 100 RT "Black Stallion"

Seit einem Jahr baut nun das Team um David Widmann „Motorräder, die keiner braucht, aber jeder will“ und der Tag scheint bei dem jungen Unternehmen 25 Stunden zu haben. Knapp 30 Umbauten hat ihr imaginärer Fuhrpark vorzuweisen. Pfusch am Bau? Fehlanzeige – perfekt muss es sein, darunter läuft nichts. David, gelernter Produktionstechniker und Schlosser, schweißt, verchromt, hämmert und bohrt selbst. Was er oder einer seiner Kollegen nicht selbst machen können, wird in die nähere Umgebung verlagert. Kompromissbereiter sind sie hingegen, wenn es darum geht, was aus der Basis werden soll: Im pittoresken Kärnten heizen seit neuestem Cafe Racer, Tracker und Scrambler der Marke NCT. Die vier selbstbewussten Österreicher haben ein Faible für alte BMWs, aber auch einschlägige Japan-Modelle und Supersportler wie eine Ducati 996 machen sich in ihrem Portfolio breit. Ihr jüngster BMW Umbau ist eine Werkschau in Personalunion: eine Cafe-Bobber-Scrambler-Kombi made in Austria.

Dem über 25 Jahre alten Boxermotor wurde mit einem Quickshifter von KLS Motorsport, neuen Kolben, Zylindern und Nockenwellen auf die Sprünge geholfen und mit neuem Lack eine Frischzellenkur verpasst. Durch ein Set Ansaugrichter ist die Airbox überflüssig. Ausgeklügelt mag das Auspuffsystem sein, das man mit der eigens angefertigten Expansionskammer und dem Akrapovič-Endtopf, der direkt unter dem Sitz endet, so nicht alle Tage sieht – praxistauglich sind sicher andere Lösungen. Dass die R 100 RT kein „everyday ride“-Bike ist, machen auch das fehlende Rücklicht und Nummernschildhalter deutlich. Zweitrangig, solange der Maserati 210 fährt.

Handgefertigte Gabelbrücken halten die Showa-Upside-Down an ihrem Platz, die man einer Ducati 900 SS entliehen hat und brandneue Brembos sorgen für einen schnelleren Halt. Daran nicht ganz unbeteiligt sind sicherlich das Paar Heidenau Dual Sport, die nicht nur für den aggressiven Look verantwortlich sind, sondern auch für mehr Grip, sowohl auf Asphalt als auch im Gelände.

Dass einem Beemer schwarz am Besten steht, weiß auch NCT-Lackprofi Manuel, dessen auf alt getrimmtes Gold-Pinstriping, neben den pulverbeschichteten Felgen und dem kuhhautbespannten Sitz, der Feldkirchener Melange den letzten Schliff verpasst. Hawi d'Ehre – beim nächsten Mal dann mit Straßenzulassung!

Gelb, rot und schwarz stehen bei der Anschaffung zur Debatte, sowie etwas über 4.000 Euro. Nicht wenig Geld für den kleinmotorigen Flitzer, aber ausgerüstet mit Taucherbrille und Badehandtuch ist man damit der King an jedem Badeteich.

Journal
Info & Credit
Veröffentlicht am: 
December 7, 2016
Autor: 
Oliver Schlegel
Fotos: 
Peter Pegam
Newsletter abonnieren und immer auf dem neusten Stand sein:
Willkommen in der CRAFTRAD Familie!
Oops! Da ist etwas schief gelaufen. Prüf bitte noch einmal deine Eingaben.