Reise
July 25, 2017

Torque to Strangers – 6. Kapitel

Lonesome Cowboys

Angekommen auf den weitesten Steppen dieser Erde schweben Thies und Momme mit ihrem Untersatz versiert über die Landschaft. Vor ihnen liegen endlose Straßen, an denen kaum ein Mensch sein zu Hause hat. Bevor es raus geht noch ein letzter Zwischenstopp in Almaty. Nach 17.000 Kilometern der Check up von Agent Orange, danach sind ihre KTMs wieder fit für das Abenteuer. Draußen wartet Sibirien. 

Auf dem Globus im Wohnzimmer konnte man schon damals nie fassen, wie lange man mit dem Finger auf der Karte entlang fahren konnte und immer noch in Sibirien war. Diese Weite spüren die Brüder jetzt mit jedem Kilometer. Wie moderne Cowboys durchkreuzen sie flache grüne Wiesen, die nur von der nächsten Baumreihe am Horizont begrenzt werden. Danach wieder das Gleiche. Monotonie in ihrer positivsten Form. Irgendwann erreichen sie Barnaul, eine lebendige Großstadt mit europäischem Flair mitten in Sibirien. Doch Thies und Momme sind nach dem Ritt zu k.o. fürs Armdrücken. 

Nach dem kurzen Trip in die urbane Zivilisation geht es in die Mongolei. Ein Land vier mal so groß wie Deutschland, aber nur mit drei Millionen Einwohnern und die Hälfte davon lebt in der Hauptstadt Ulaanbaatar. Die Einreise an der Grenze geht relativ reibungslos, nur die Wechselstube versucht ein paar Dollar mehr rauszuschlagen. Kein Problem. Vor ganz andere Herausforderungen werden die Brüder jetzt gestellt. Wie Sibirien ist die Mongolei scheinbar endlos. Vereinzelte Straßenschilder wirken wie Fremdkörper in der Landschaft. Ohne GPS gäbe es hier kein durchkommen. Dann entdecken sie eine Schotterpiste, die sie bei der Überquerung der Pamir Road schätzen gelernt haben und kennen kein halten mehr. Niemand hat gesagt, dass die Mongolei einfach zu fahren wäre, aber ohne richtige Straßen und Zäune fühlen sie sich frei wie im Motorrad-Nirwana. 

Schluss mit Armdrücken, weiter geht's!

Konsequent neben der Spur • Fuel Bespoke Motorcycles 

Karles Vives hat sich schon 2012 in Barcelona auf Scrambler-Umbauten  spezialisiert. Seine persönliche Vorliebe macht ihn zum Vorreiter der aktuellen Offroad-Welle. Die bedient er mittlerweile mehr mit Mode als mit Motorrädern. Aber seine Umbauten sind immer wieder Augenöffner.

Dicke Stolle in Westpommern • Zum Scrambler Fever nach Polen

Redu von der Stettiner Custom-Werkstatt Red Hot Chili Customs lädt einmal im Jahr zum Offroad-Wochenende in Polen. Die CRAFTRAD-Crew war dabei und hat ordentlich Würstchen geschnorrt.

Auf der Goldroute • Zwei Brüder schlagen sich durchs nasskalte Brasilien

Zum Abschied aus seiner Heimat Brasilien ist der Fotograf Christian Gaul mit seinem Bruder auf eine Motorradtour gegangen, um noch einmal mit der Kamera die einzigartigen Menschen des Landes zu porträtieren.

Moto Safari • Südafrika für Helden

Die Vorzeige-Freizeithelden Harry Mark und Forrest Minchinton schlagen sich mit großem Hallo von Kapstadt durch die südafrikanischen Schotter-Täler. Der Tourenanbieter Moto Safari hält ihnen den Rücken frei.

Das Jahrhundert-Motorrad • 50 Jahre Honda CB 750

Die neue Custom-Szene ist untrennbar verbunden mit einer Umbau-Basis: der Honda CB 750. In den 70ern setzte sie den Standard für die Big Bikes, in den 2000ern inspirierte sie zur Cafe-Racer-Renaissance. Diesem Klassiker geht einfach nicht die Puste aus, auch nach einem halben Jahrundert nicht.

Der Lohn der Gerechten • El Solitario auf Outlaws-Rallye

David Borras geht mit 50 Mitverschwörern auf Offroad-Rallye an der portugiesisch-spanischen Grenze. Schießwütige Farmer und hinterhältiger Morast halten sie nicht auf. Beste Laune auch ohne Hinterradbremse.


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Info & Credit
Veröffentlicht am: 
July 25, 2017
Autor: 
Henry Kerinnes
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