Custombikes
July 17, 2017

Vintage Addiction Crew – Revival of the Fittest

Die Yamaha YZF R6 ist ein Supersportler, der in jeder Hall of Fame auf den Sockel gehört. Die Spanier von der Vintage Addiction Crew haben sich den Style vergangener Tage auf die Fahne geschrieben und servieren eine 2005er Version im Gewand eines klassischen 70er-Superbike – eine Kombination mit Suchtpotential.

Warum macht Design aus der Vergangenheit so an? War es einfach besser, oder ist die Retrowelle Indiz für einen kriselnden Fortschrittsglauben? Für die Crew von Vintage Addiction einfach zu beantwortende Fragen. In ihrer Werkstatt in der Nähe von Barcelona zelebrieren sie ihre Leidenschaft zur Klassik und transformieren serienmäßige Gebrauchtfahrzeuge zu puristischen Speedperlen des Customizing. In genau dieses Schema passt der Umbau der R6. Die Auftragsarbeit eines Kunden kam nicht von ungefähr. Er hat die Verwandlung einer R1 von Vintage Addiction aus dem letzten Jahr verfolgt und wollte ein ähnliches Konzept für seine Yamaha. 

Der Stil-Code der R1 findet sich in leicht abgewandelter Form auch beim R6-Custom wieder. Optisch dominant ist natürlich die Verkleidung. Die Cockpitschale und der untere Teil sind dabei viel rundlicher und durch den Wegfall von Blinkern und Lufteinlässen weniger zerklüftet als das Original. Modifiziert wurden Elektrik und Heckrahmen, dessen Bürzel nicht nur Halt bietet, sondern auch aussieht, als hätte Kenny Roberts seine wahre Freude daran. Technisch ist das Superbike aber weitestgehend unangetastet geblieben. Seit Verbreitung japanischer Motorräder außerhalb ihres Landes sind die Maschinen für ihre Zuverlässigkeit und Performance bekannt. Kein Grund für die Spanier hier an den Schrauben zu drehen. Lediglich die originale Auspuffanlage musste einem selbstgeschweißtem Rohr Platz machen – eine schöne Lösung. - Das Konzept von Vintage Addiction geht auf, denn die Anzahl von Custom-Superbikes ist im Vergleich zu umgebauten Cafe Racern und Scramblern sicher nicht vergleichbar. Keine Globuli, keine Vitamintabletten, sondern ein Rückgriff mit Wirkung.

Übrigens, in CRAFTRAD N°5 haben wir das Thema Schale aufgegriffen. Denn nichts war in der neuen Custom-Szene so verpönt, wie Verkleidungen. Das ändert sich gerade; man hätte es ahnen können. Hier könnt ihr The Speed Issue versandkostenfrei bestellen. 

Gelb, rot und schwarz stehen bei der Anschaffung zur Debatte, sowie etwas über 4.000 Euro. Nicht wenig Geld für den kleinmotorigen Flitzer, aber ausgerüstet mit Taucherbrille und Badehandtuch ist man damit der King an jedem Badeteich.

Journal
Info & Credit
Veröffentlicht am: 
July 17, 2017
Autor: 
Henry Kerinnes
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