Custombikes
January 5, 2018

XTR Pepo ‒ Zweitakt-Stier

Bultaco Lobito 125 MK7

Neuinterpretation eines Zweitakters aus den 70ern. XTR Pepo präsentiert seinen neuesten Umbau.

Statt sich erneut an einer schweren Rennmaschinen auszutoben, legt Pepo Rosell diesmal Hand an eine der schönsten Enduros des spanischen Motorradherstellers Bultaco. Nein, es handelt sich nicht um die bekannte und beliebte Sherpa. Es geht kleinkalibriger zu und doch nicht minder spannend, denn die Lobito 125 MK7 scheint eine perfekte Ausgangsbasis für einen Flat-Track-Custom zu sein.

Pepos sogenannte Astro lässt Herzen von Motorradliebhabern höher schlagen. Dabei ist vom Spenderbike fast nur noch der Rahmen erhalten ‒ und auch der ist modifiziert. Die Bultaco-Gene bleiben dennoch erhalten und so arbeitet der Motor einer Matador MK10 von 1973 mit 350 ccm zwischen der Gabel einer Honda Hornet 600 und der Hinterradfederung von Hagon. Der Tank stammt zwar aus dem Hause Bultaco, jedoch nicht von der Lobito, sondern von einer Mercurio 155 aus dem Jahre 1963.

Wie für einen anständigen Tracker üblich, dürfen Nummerntafeln und Gabelschützer nicht fehlen und auch der typische Uprising Bar von LSL mit Griffen, Brems- und Kupplungshebeln von Gonelli ist ein Muss für den Rundkurs. Die Hinterradaufhängung ist ebenfalls nicht mehr original, dafür sorgt jetzt die Schwinge einer Yamaha SR 250 für bessere Traktion am Hinterrad. Luftfilter und Sitz kommen aus hauseigener XTR-Produktion und ergeben zusammen mit dem handgemachten Auspuffrohr von Super Mario einen „Astro-Tracker“ für die Umlaufbahn.

Altbewährt, gekonnt neu

1966 präsentiert Bultaco die Lobito 100. Das als kleinvolumiges Wochenend- und Stadtmotorrad konzipierte Motorrad wird einige Jahre später um die MK-Modelle erweitert. Man will Crossbikes bauen, mit denen junge Fahrer erste Erfahrungen mit der Marke sammeln können, bevor sie später auf die großen Modelle, wie beispielsweise die Sherpa T, umsatteln. Das Konzept geht auf und so bewähren sich die kleinen Zweitakter auch abseits des Rennsports. 

Mit Motoren von 50 ccm bis 175 ccm bieten „die Wölfe” (Lobito) genügend Leistungsspielraum für die ersten Schritte auf motorisierten Zweirädern. Die MK7 leistet in der 125 ccm Version 11,2 PS bei 7000 U/min, was bei einem geringen Gewicht von 88 Kg für ordentliche Fahreigenschaften im Gelände sorgt. Mit ihrem agilen Motor, der niedrigen Sitzhöhe sowie der sportlich-gelben Lackierung, mausert sich die Lobito MK7 (wie auch ihrer Vorgänger) trotz hoher Anschaffungskosten zu einer beliebten Enduro-und Trialmaschine.

In bester Bultaco-Manier knüpft XTR Pepo nun an die alten Zeiten an und präsentiert seine Version einer kompromisslos auf Leistung und Funktion optimierten Rennmaschine. Auch wenn der Motor gewachsen ist und der Einsatzbereich verschoben wurde, so ist dennoch ein Tracker entstanden, der die Ursprungsidee einer vielfach bewährten Maschine aufgreift und gekonnt neu in Szene setzt.

Journal
Info & Credit
Veröffentlicht am: 
January 5, 2018
Autor: 
Moritz Weinstock
Fotos: 
Cesar Godoy
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