Torque to Strangers – Lonesome Cowboys

Angekommen auf den weitesten Steppen dieser Erde schweben Thies und Momme mit ihrem Untersatz versiert über die Landschaft. Vor ihnen liegen endlose Straßen, an denen kaum ein Mensch sein zu Hause hat. Bevor es raus geht noch ein letzter Zwischenstopp in Almaty. Nach 17.000 Kilometern der Check up von Agent Orange, danach sind ihre KTMs wieder fit für das Abenteuer. Draußen wartet Sibirien.

Auf dem Globus im Wohnzimmer konnte man schon damals nie fassen, wie lange man mit dem Finger auf der Karte entlang fahren konnte und immer noch in Sibirien war. Diese Weite spüren die Brüder jetzt mit jedem Kilometer. Wie moderne Cowboys durchkreuzen sie flache grüne Wiesen, die nur von der nächsten Baumreihe am Horizont begrenzt werden. Danach wieder das Gleiche. Monotonie in ihrer positivsten Form. Irgendwann erreichen sie Barnaul, eine lebendige Großstadt mit europäischem Flair mitten in Sibirien. Doch Thies und Momme sind nach dem Ritt zu k.o. fürs Armdrücken.

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Nach dem kurzen Trip in die urbane Zivilisation geht es in die Mongolei. Ein Land vier mal so groß wie Deutschland, aber nur mit drei Millionen Einwohnern und die Hälfte davon lebt in der Hauptstadt Ulaanbaatar. Die Einreise an der Grenze geht relativ reibungslos, nur die Wechselstube versucht ein paar Dollar mehr rauszuschlagen. Kein Problem. Vor ganz andere Herausforderungen werden die Brüder jetzt gestellt. Wie Sibirien ist die Mongolei scheinbar endlos. Vereinzelte Straßenschilder wirken wie Fremdkörper in der Landschaft. Ohne GPS gäbe es hier kein durchkommen. Dann entdecken sie eine Schotterpiste, die sie bei der Überquerung der Pamir Road schätzen gelernt haben und kennen kein halten mehr. Niemand hat gesagt, dass die Mongolei einfach zu fahren wäre, aber ohne richtige Straßen und Zäune fühlen sie sich frei wie im Motorrad-Nirwana.

Fortsetzung hier oder auf Torque to Strangers

Text:Henry Kerinnes
Fotos:Torque to Strangers

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