XTR Pepo – Tracker MK2

Always on the rigth track. Pepo Rosell ist wohl einer der erfahrensten Customizer in der Szene und hat viele Trends kommen und gehen sehen. Aktuell darf ein Tracker im Angebot nicht fehlen. Der XTR MK 2 besticht dabei auf den zweiten Blick. Je länger man sich das Custom-Gebilde anguckt, desto progressiver erscheint die Arbeit des Franzosen – Handwerkskunst die über Jahre reifen konnte?

Pepo ist seit seiner Jugend Motorrädern verfallen, besonders den schnellen. Seine Montesa Crono gab den Anstoß für das erste eigene Business, Radical Ducati. Das war 2001. Der Job war tough; viel Arbeit, wenig Freizeit. Mehr und mehr realisierte Pepo, dass seine einstige Leidenschaft für die Zweiräder durch engmaschige Zeitfenster und Termindruck beeinträchtigt wird. Das war der Preis für eine Position in der ersten Reihe. 2013 war es dann soweit, er zog die Reißleine und löste sein Unternehmen auf. Erst mal Luftholen, durchpusten und runterkommen. Ein Sabbatical ist heute längst gängige Konvention in Gefilden der freien Marktwirtschaft, aber ehrlicherweise muss man dann auch erwähnen, dass es nach der freien Zeit meistens intensiver wird. Nicht so bei Pepo. Sein neues (berufliches) Leben startete 2015 mit Gründung von XTR Pepo, aber mit einer Vorgabe: „Weniger Geschäft, mehr Spaß.“ Und das sieht man dem Tracker auch an.

 

 

Auffällig ist im ersten Moment die Lackierung im saftigen Orange mit beigemischten Metallflocken, die man wohl eher aus der Chopper-Ecke kennt. Bestimmende optische Elemente wie der Tropfentank und der vordere Scheinwerfer sind von der Mash 125 – ein wahres Statement! Scheinbar geltende Custom-Richtlinien des Einbaus höherwertiger Teile werden damit obsolet. Immerhin lässt der französische Hersteller in China produzieren und das Land steht noch nicht für die höchsten Qualitätsstandards. Pepos selbstgebauter Heckrahmen ist beinahe schon obligatorisch und lässt nicht mehr viel von der Honda CBF 250’04-Basis erkennen. Außerdem ist der Fiberglass-Solo-Sitz und die Aufpolsterung von ihm. Auch die anderen Teile sind stark modifiziert oder ersetzt. So fügen sich gekürzter Ducati-Monster-Kotflügel, SPARK GP-Endschalldämpfer, konischer Vicma-Lenker und Tsubaki-Goldkette zum stimmigen Gesamtergebnis zusammen.

Pepos Auszeit hat sich am Ende gelohnt, der Umbau sieht aus allen Winkeln nach Fahrfreude aus und trifft mit jeder Schraube ins Tracker-Herz.


Text: Henry Kerinnes
Fotos: Cesar Godoy

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